Schuh-sohlen-diktat

Die Kunst des Schreibens haben die Erstklässler inzwischen mit den erlernten Buchstaben und Lauten verstanden. Heute hieß es aber, die Technik des „Nachschreibens“ auszuprobieren. Beim „Abschreiben“ bleibt das Textmaterial die ganze Zeit sichtbar. Man kann also bei Bedarf ständig auf den Abschreibtext schauen.
Nicht jedoch beim „Nachschreiben“. Hier gilt es, sich einen Teil des Textes zu erlesen, dann zu merken, schließlich zu schreiben und abschließend auch wieder zu kontrollieren. Natürlich geht das am Anfang nur Wort für Wort.
Eigens dafür hat die Klassenlehrerin schon seit vielen Jahren Schuhsohlen im Einsatz, in die man das Textmaterial hineinschiebt. Die Schuhsohlen spannen die Kinder über ihren Tagesschuh und beginnen mit der Arbeit.
Beim ersten Mal hat sie es selber ganz genau vorgemacht. Wie ein Schulkind saß sie in der Bank, spannte sich die Schuhsohle über ihren Schuh und machte sportliche Verrenkungen, um den Text lesen zu können. Wort für Wort brachte sie sauber zu Papier. Auch mal einen Fehler, damit man lernt, wie man Fehler verbessert. Es gilt dann das Wort mit Lineal und Bleistift sauber durchzustreichen und neu zu schreiben. Auch den Abstand nach einem Wort und den Buchstabenabstand innerhalb von Wörtern zeigte sie ausführlich. Sieht man einen Punkt, ein Komma oder andere Zeichen, so muss man sie an der gleichen Stelle ebenfalls schreiben.
Ganz schön viel muss man sich also beim „Nachschreiben“ merken.

Jedenfalls haben es die Kinder der 1b schon großartig gemacht.
Ein Kind sogar „Super-gigantisch“!

Zum Glück sind die Eltern der Kinder auch sehr engagiert und unterstützen ihre Kinder. Die Lehrerin und Erzieherin haben sie motiviert: Wer bis Weihnachten den Lernprozess des Kindes aktiv begleitet, kann sich danach fast zurücklehnen. Davon sind beide Lehrkräfte total überzeugt und danken allen Eltern, die sich im Interesse der Kinder sinnvoll einbringen.

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